Montag, 16. Januar 2017

Buchrezension zu "Glitzerkram"

Mara Winters Buch "Glitzerkram" ist ein wirklich schön geschriebener und auch witziger Roman um eine junge Frau, ihr Praktikum bei einem Magazin und die (vertrackte) Liebe....


Zum Inhalt

Die Protagonistin mit dem ungewöhnlichen Namen Noreen, die Ende 20 ist, bekommt einen Praktikumsplatz bei einem Magazin.  Doch so richtig aufblühen kann sie dort nicht, weil sie weniger machen darf als sie eigentlich möchte. Und auch ihre Kolleginnen entpuppen sich eher als Nervensägen...

Zudem hat sie noch Kummer mit ihrem Freund Jan. Sie liebt ihn und kann sich eine Zukunft mit vorstellen, aber als sie ihn besucht und ihr eine leicht bekleidete Dame die Tür öffnet, ist für sie klar, ihr Freund betrügt sie...

Doch zum Glück hat Noreen zwei Freundinnen die ihr zur Seite zu stehen und sie zur Ablenkung in einen Club mitnehmen. Dort lernt sie Tobias kennen, der bald ein guter Freund in der Not für Noreen wird.

Doch entwickeln sich zu Tobias mehr als nur freundschaftliche Gefühle? Ist die Beziehung zu Jan wirklich vorbei? Und wie wird es mit Noreens Arbeit bei dem Magazin weitergehen?

Das könnt Ihr in "Glitzerkram" nachlesen.



Meine Meinung


Ich finde das Buch klasse geschrieben. Mara hat einen witzigen und charmanten Schreibstil und ich konnte mir das ein oder andere Schmunzeln beim Lesen nicht verkneifen. Ich kam auch recht schnell rein in die Geschichte, und so machte das Lesen wirklich Spaß.

Die Protagonisten sind sympathisch ausgewählt.

Das Cover ist mit der pinken Farbe natürlich sehr auffällig gewählt, ich denke, das ist dann einfach Geschmackssache. Mir persönlich hat es gefallen, aber wahrscheinlich weil ich eh  ein Faible für die Farbe und Pink und "Glitzerkram" habe. :-)

Es war mein erstes Buch von Mara. und ich freue mich, in Zukunft mehr von ihr zu lesen.




Interview mit der Autorin Mara Winter

Mara Winters Buch "Glitzerkram", ein witzig geschriebener Roman über eine junge Frau, die in einer Redaktion arbeitet, fiel mir auf der Buchmesse in die Hände. Das pinke Cover fiel mir sofort auf.

 Mir hat der Roman sehr gut gefallen, und ich freue mich, mit Mara ein kurzes Interview führen zu können. Eine Rezension zu dem Buch findet Ihr hier:


http://karinasschreibstuebchen.blogspot.de/2017/01/buchrezension-zu-glitzerkram.html




1. ) Liebe Mara, wie bist Du zum Schreiben gekommen, war das schon ein Kindheitstraum von Dir oder bist Du erst später dazu gekommen?

Ich habe schon als Kind geschrieben, aber erst mit zwanzig ernsthaft angefangen.

2.) Dein Buch "Glitzerkram" hat mir sehr gut gefallen! Ist es Dein erstes Buch oder hast Du auch noch andere Romane geschrieben?

Es war mein drittes. Unter http://marawinter.de/#buecher findet ihr Infos zu "Summa cum Liebe" und "Verblüht".



3.) Wie kamst Du auf die Geschichte zu "Glitzerkram"?

Ich wollte gerne etwas über die Situation nach dem Studienende schreiben. Viele meiner Freundinnen waren sehr unsicher, was sie beruflich nach dem Abschluss nun eigentlich machen sollten, da man bei einem geisteswissenschaftlichen Studium ja keinen konkreten Beruf erlernt. Ich habe eigene und fremde Erfahrungen gemixt und meine Protagonistin Noreen in eine absurde Redaktion gesteckt, in der sie sich irgendwie durchschlagen muss.

4.) Was bedeutet Dir persönlich Schreiben?

Es ist meine Art, alles zu verarbeiten.


5.) Liest Du auch selber gerne und wenn ja was? Hast Du Lieblingsbücher?

Klar, ich lese sehr viel. Bis auf Horror eigentlich jedes Genre. Momentan lese ich gerne Thriller und Krimis, aber das wechselt oft.



6.) Was sind Deine weiteren Pläne bezüglich Schreiben? Gibt es von "Glitzerkram" eine Fortsetzung oder stehen neue Projekte an?

Ich schreibe momentan einen Krimi, etwas Düsteres, eher in Richtung von "Verblüht".

marawinter.de/blog

Die Autorin hat auch eine eigene Webseite

Mara Winter




Maras Buch:


Dienstag, 13. Dezember 2016

Rezension zu "Durchs Bild gelaufen" von Angela Peltner

Auch Komparsen gehören zu einem Film, nicht nur die Hauptdarsteller. Wer schon immer mal wissen wollte, wie der Alltag eines Komparsen aussieht, was man beim Film so erlebt, dass es manchmal viel zu lachen, aber auch viele skurrile Dinge gibt, dem kann ich das Buch von Angela Peltner ans Herz legen. Ich sehe jetzt die Filmbranche mit - etwas -  anderen Augen :-)



Zum Inhalt



Angela Peltner arbeitet bereits seit längerer Zeit als Komparsin. Zunächst sollte es nur ein Nebenjob zu ihrem Studium sein, doch inzwischen ist Angela Peltner eine oft und gern gebuchte Komparsin.


Doch der Alltag einer Komparsin besteht nicht nur aus Glanz und Glamour. Was man in diesem Job vor allem braucht, ist Geduld, denn oftmals gibt es lange Wartezeiten, auch bei Wind und Kälte. Auch die Bezahlung ist nicht immer die Beste. Doch trotzdem mag Angela Peltner ihren Job,


Aber es gibt auch viele interessante Drehs, bei denen viel passieren kann, wenn z.B. plötzlich eine echte Briefträgerin durchs Bild läuft und der Regisseur ausrastet. 

Oder wie es ist, einen Star kennenzulernen. Oder warum ein Bienenstichkuchen im Mülleimer landet.

Es gibt eben viel zu sehen und erleben beim Film.


Und so kann man in Angelas Fall sicherlich sagen: Einmal Komparsin, immer Komparsin.


Meine Meinung


Ich interessiere mich für die Filmbranche, und bislang habe ich immer Bücher gelesen, die sich direkt mit dem Film befaßten oder auch Biographien von Schauspielern. Jetzt mal durch das Buch von Angela den Alltag einer Komparsin kennenzulernen fand ich sehr spannend.


Angela erzählt in ihrem Buch von ihren spannendsten, schlimmsten, lustigsten und skurrilsten Erlebnissen, die sie als Komparsin so hatte.


Dabei wird das Buch zu keinem Moment langweilig.

Ich habe mit der Autorin manchmal richtig mitgefühlt,. wenn sie von einem Dreh in eisiger Kälte erzählt hat oder wie die ganze Crew die Launen eines Regisseurs aushalten mußte.
Aber es gab auch viel zu schmunzeln beim Lesen. Spannend fand  ich auch, welche Stars Angela kennenlernen durfte.

Man sagt ja immer, beim Film gibt es viel zu entdecken, und zu entdecken gibt es in Angelas Buch auch eine Menge.


Am Schluß des Buches gibt es auch einige Tipps wie man Komparsin werden kann, inklusive Adressen.


Das Cover finde ich sehr schön, da es teilweise gezeichnet ist, aber auch ein Bild der Autorin zeigt.


Sehr lesenswert!






Interview mit der Autorin Angela Peltner

Angela Peltner ist Komparsin beim Film. Auch Komparsen spielen in der Filmbranche eine nicht unerhebliche Rolle, auch wenn dieser Job nicht nur Sonnenseiten hat. Angela hat in ihrer Zeit beim Film viel gesehen und erlebt. Wie sie überhaupt dazu kam, Komparsin zu werden, wieso sie darüber ein Buch ("Durchs Bild gelaufen") geschrieben hat (Rezension folgt hier noch auf meinem Blog), das hat sie mir in einem Interview verraten:



.) Liebe Angela, wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Buch über Deine Arbeit als Komparsin zu schreiben?
Ungefähr ein halbes Jahr nach meinem ersten Einsatz als Komparse war ich an einem Set zu Gast, wo ich 9 Stunden in einem zugigen Raum auf einer Bierbank verbracht habe. Mir war furchtbar langweilig und ich war sehr empört, da mir kurze Zeit vorher etwas sehr menschenunwürdiges passiert war. Der 3. Bienenstich des Tages war von der Crew nicht gegessen worden und ein paar Komparsen, so auch ich, fragten einen Set- Runner, ob wir ein Stück kriegen dürften, jetzt wo alle bereits versorgt waren. Der Set-Runner schmiss den Kuchen daraufhin vor unseren Augen weg. Das war glaub ich die Initialzündung. Aber ich bin nicht wie die Jungfrau zum Schreiben gekommen. Ich habe bereits 3 Gedichtbände veröffentlicht und schreibe für mich und andere Bands Songtexte und fürs Fernsehen Drehbücher. Ich bin ja auch stolze Besitzerin des Hermann Hesse "Panikpreises", der mir von Udo Lindenberg und Benjamin von Stuckrad Barre persönlich verliehen worden ist. Ich habe in diesem Moment einfach nach einem Ventil gesucht und das ist immer das Schreiben oder Musik machen.


2.) Wie kam es dazu, dass Du Komparsin geworden bist?

Ich brauchte damals, neben dem Studium und der intensiven Arbeit an meiner Band "Angelas Park" unbedingt einen flexiblen Nebenjob und ich hatte fast alle durch: Klamottenladen, Barfrau, Parfümaufschwatzerin und Markforschung. Ein Freund erzählte mir davon, ich war bis dato niemals davon ausgegangen, dass die Komparserie so ein großes Geschäft ist und manche es sogar zu ihrem richtigen Beruf auserkoren haben. Ich war baff und hatte Bock. Ich bin sehr anfällig für den Anti-Alltag. 🙂



3.) Wo siehst Du die Vorteile der Arbeit einer Komparsin, wo die Nachteile?

Ich glaube es kommt darauf an, wie du daran gehst und was du erwartest. Siehst du es als ganz normalen Nebenjob, der nicht so gut bezahlt ist, hast du vielleicht keinen Schmerz damit. Und ich muss auch sagen, dass die Filmbranche schon Lobbyarbeit an uns Komparsen geleistet hat. Ich hab es früher als anstrengender empfunden und kriege das auch durch Komparsenfreunde bestätigt. Vorteil: Glitzerwelt, manchmal Text, manchmal richtig gute Gespräche und einfach Spaß, weil man beschäftigt ist. Nachteil: Warterei, Neid auf das Essen der Crewleute, einem ist oft kalt, weil schlichtweg draußen gedreht wird, und zwar Sommer, ist aber in echt erst März.




4.) Ist Komparsin Dein Hauptberuf oder machst Du das als Nebenjob?
Ich bin tatsächlich als Komparse festangestellt und zwar bei GZSZ und bei der Soko Wismar, das nennt sich dann im Fachjargon "Dauerkomparse". Aber es ist nur ein Teil meines Berufes. Ich drehe im Durchschnitt zwischen 2-3 Mal die Woche, das ganze Jahr über. Trotzdem ist das nicht mein einziger Job. Ich bin Künstlerin und schreibe schon an einem Sachbuch und an einem Roman. Außerdem habe ich eine Band, mit der ich durch die Gegend toure und nächsten Jahr auch ein Album veröffentlichen werde. Dazu müssen dann auch die passenden Videos gedreht werden und Drehbücher will ich in Zukunft auch weiter schreiben. Du siehst, die Tage reichen fast aus. Für mich ist die Komparserie ein Segen, weil sie mir die Freiheit ermöglicht, meinen zwei großen Lieben: Schreiben und Musizieren nachzugehen. Ich hatte nie den Anspruch Schauspielerin zu werden, auch wenn ich von zwei Regisseuren schon in die Richtung geschubst wurde.




5.) Liest Du auch selber gerne, wenn ja was? Hast Du Lieblingsautoren?

Ich lese immer. Meist zwei Bücher parallel. Früher konnte ich nur Schbücher, Biografien, Kurzgeschichten und Gedichte lesen. Heute kriegen mich auch Romane gepackt. Lieblingsautoren bei Gedichten auf jeden Fall Mascha Kaleko. Bei Romanen ist es schwer. Ich habe aber Lieblingsbücher wie zum Beispiel "Love" von Susanna Tamaro, Killer, wirklich oder Paulo Coehlos Werke. Im deutschen finde ich Sarah Kuttner großartig. Ich liebe einfach gute Geschichten. Fänger im Roggen usw.



6.) Was persönlich bedeutet Dir Schreiben bzw Lesen?

Das habe ich schon so halb beantwortet, aber jeder der mich kennt weiß, dass die Sprache mein Ding ist. Ich bin jeden Tag, jeden Moment davon umgeben und durchdrungen. Am morgen schreib ich immer, oft vorm Zähneputzen ein Gedicht. Ich sitz immer an einer Baustelle, sei es ein Songtext, oder an einem neuen Kapitel für meinen Roman, der sich mit der Musikindustrie und einer jungen Sängerin auseinandersetzt. Oder ich treffe mich mit meinem Schauspielerkollegen von GZSZ Philipp Christopher aka David Brenner und bespreche eine Drehbuchidee für einen Krimi. Ich lebe und liebe das.


7.) Was sind Deine Pläne für die nächste Zeit?
Wird es vielleicht sogar eine Fortsetzung von Deinem Buch geben?

Erstmal will ich mein Buch so gut wie möglich bewerben, dafür werde ich auch ein paar Talkshows im kommenden Jahr aufsuchen. Danach ist die Platte von meiner Band 3Viertelelf dran, die wir wahrscheinlich in Stuttgart aufnehmen und natürlich der Roman und das Sachbuch. Ich möchte auch mehr Lesungen geben mit dem Buch, mit Musik und den Gedichten. Da ist ein bisschen was geplant und eine große USA- Reise steht an. Alles andere werde ich entspannt annehmen, während ich auf deiner Bierbank sitze und den 4. Kaffee am Morgen trinke.



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Lieben Dank für das schöne Interview, liebe Angela! :-)

Das ist Angelas Buch:







Meine Rezension zu dem Buch findet Ihr hier:

http://karinasschreibstuebchen.blogspot.de/2016/12/rezension-zu-durchs-bild-gelaufen-von.html




Dienstag, 25. Oktober 2016

Buchrezension zum Roman "Dornröschen auf Föhr"

Ein schöner Roman über eine außergewöhnliche Erkrankung, Narkolepsie


Zum Inhalt

Donna hat einen besonderen Berufswunsch, sie möchte sehr gerne Radiomoderatorin werden. Sie bekommt ihre Chance, als ein Radiosender auf Föhr ihr die Möglichkeit gibt, für den Sender zu arbeiten. Es gibt jedoch ein nicht ungravierendes Problem, denn Donna leidet an Narkolepsie, eine Erkrankung, bei der die Betroffenen immer wieder in einen kurzen Schlaf fallen. Aus Angst davor, die Stelle wieder zu verlieren, verschweigt Donna bei ihrem Arbeitgeber und ihren neuen Freunden auf Föhr ihre Erkrankung. Diese denken, wenn Donna kurz einschläft, dass sie einfach einen Schwächeanfall hat. Und so entsteht manches Chaos und manche Aufregung.

Doch wird Donna auf Dauer ihre Erkrankung verschweigen können? Und endet der Traum vom Radio so schnell, wie er sich erfüllt hat? Das könnt Ihr in diesem sehr schön geschriebenen Buch nachlesen.

Meine Meinung

Ich fand das Buch unter 2 Aspekten interessant. Zum einen spielt es auf Föhr und somit am Meer, und ich liebe ja Meerromane. :-D Zum anderen fand ich es spannend, eine doch nicht alltägliche Erkrankung (die es ja wirklich gibt) in einen Roman mit einzubauen. So erfährt der Leser im Buch auch, was es mit dieser Krankheit überhaupt auf sich hat.

Donna wirkt sehr sympathisch, gerade durch ihr Handicap, mit dem sie versucht umzugehen so gut wie sie kann.

Der Schreibstil von Emma Bieling hat mir auch gut gefallen, der Leser kann sich wunderbar ans Meer träumen.

Das Buch ist humorvoll und nachdenklich zugleich geschrieben.

Das Cover gefällt mir ebenfalls gut. paßt auch gut zur Geschichte.




Interview mit der Buchautorin Emma Bieling

Neulich habe ich einen interessanten Roman gelesen ("Dornröschen auf Föhr"), in dem die Hauptdarstellerin an Narkolepsie erkrankt ist. Natürlich interessierte mich, wie eine Autorin auf die Idee kommt, über diese Krankheit ein Buch zu schreiben, und so freue ich mich, dass ich ein Interview mit Emma Bieling führen konnte


1.) Liebe Emma, ich freue mich, dass Sie zu einem Interview bereit sind. 
Als erstes würde mich interessieren, wie Sie zum Schreiben gekommen sind, seit wann Sie schreiben. Schon seit Ihrer Kindheit oder kam das erst später?

Die Liebe zum Schreiben äußerte sich relativ frühzeitig, sehr zum Ärger meiner Lehrer. Denn meine ersten Gedichte schrieb ich während des Unterrichts. Erst viel später kamen Kurzgeschichten hinzu, die unter Pseudonym in diversen Anthologien veröffentlicht wurden. 2010, nach erfolgreichen Abschluss meines Studiums, überzeugte mich meine damalige Tutorin einen Roman zu schreiben. Sie glaubte fest an mich und war der Meinung, dass ich Talent dafür besäße. Und so schrieb ich 2011 meinen allerersten Roman.


2.) Was war Ihre erste Veröffentlichung?

Unter Emma Bieling „Cinderella auf Sylt“


3.) Was mögen Sie am Schreiben, was gefällt Ihnen daran?

Mir gefällt, dass ich in wundervolle Fantasiewelten eintauchen kann, ohne das reale Grau des Alltags. Und mir gefällt es Figuren zu erschaffen, sie mit Leben zu füllen und sie ein Stück weit zu begleiten.   


4.) Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Romane?

Diese Frage stelle ich mir auch jedes Mal nach Beendigung eines Buches ;)) Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht.  


5.) Ihr schönstes Erlebnis in Bezug auf Schreiben?

Mein schönstes und emotionalstes Erlebnis war, dass ich mein aktuelles Buch „Dornröschen auf Föhr“ in enger Zusammenarbeit mit der Narkolepsie-Patientin Christine Lichtenberg verfassen konnte.


6.) Lesen Sie auch selber gerne, wenn ja, welche Autoren bzw. welche Genres?

Früher las ich viel und gerne, vorwiegend witzige Frauenromane von Hera Lind. Heute bin ich beruflich und privat als Mutter so sehr eingespannt, dass ich grundsätzlich über Büchern einschlafe. Allerdings hoffe ich, dass ich irgendwann wieder mehr Zeit zum Lesen finden werde, denn es schlummern noch jede Menge ungelesene Werke in meinem Buchregal.


7.) Was sind Ihre weiteren Projekte, wann wird es einen neuen Roman geben?

Das nächste Buch wird wieder ein Krimi, der im nächsten Jahr erscheinen wird.



8.) In einem Ihrer Romane geht es um das Thema Narkolepsie. Wie kamen Sie auf die Idee, diese doch eher ungewöhnliche Erkrankung in einen Roman mit einzubauen?

Die Idee kam mir nach einer Fernsehsendung (Unter uns/ MDR) zum Thema Narkolepsie. Darin erörterte die betroffene Christine Lichtenberg, wie schwierig sich das Leben mit der chronischen Erkrankung gestaltet. Auch noch Tage nach dieser Sendung bewegte mich das Thema – fesselte mich Christine Lichtenbergs Geschichte. Ich überlegte, wie ich als Autorin dieses ernste Thema aufgreifen, aber dennoch meiner Leserschaft einen gewohnt humorvollen Chick Lit-Roman präsentieren könnte. Nach den ersten Gesprächen mit Christine Lichtenberg waren alle meine Zweifel verflogen. Bei meinen Recherchen zum Buch fungierte sie als Botschafterin, als Sprachrohr aller Narkolepsie-Patienten. Ich lauschte ihren Geschichten, die traurig, mitreißend, aber auch oftmals so skurril waren, dass wir beide herzhaft darüber lachten. Ich glaube, sie hatte den stärksten Einfluss auf meine Geschichte: .

Vielen Dank an Emma Bieling für das schöne Interview




Das Buch von Emma




Meine Rezension zum Buch findet Ihr hier:
Buchrezension "Dornröschen auf Föhr

Erlebnisbericht Frankfurter Buchmesse 2016

Im Oktober war es wieder soweit, die Frankfurter Buchmesse öffnete ihre Pforten. Auf dieses Event freue ich mich, neben der Buchmesse in Leipzig, schon das ganze Jahr.

Ich reiste am Freitag, den 21.10. an. Ich entschied mich wieder für die Fahrt mit dem Fernbus. Das bedeutete zwar, jeweils fast 8 Stunden Fahrt von Berlin aus, aber dafür war es sehr preiswert. Wobei ich mir im kommenden Jahr dann einen kleinen Traum erfüllen und fliegen möchte. Aber dieses Jahr war es nochmal der Fernbus.
Mit Lesen und Musikhören ging die Zeit auch schnell rum, und ich war am späten Nachmittag in Frankfurt. Ich fuhr zu meiner Unterkunft, die praktischerweise direkt im Bereich der Messe liegt und machte mich frisch. Später bekam ich noch Besuch von einem alten Freund und seiner Freundin, die in der Nähe von Frankfurt wohnen.



Samstag, 1. Buchmessetag

Samstag ging es dann endlich zur Messe. Ich war so gegen 11 Uhr da, dann ist die Schlange am Einlaß nicht mehr ganz so lang, da sich die Leute schon verteilt haben und es bleibt trotzdem noch genug Zeit, sich alles anzusehen.
Ich ging zuerst in meine Lieblingshalle 3, dort haben die meisten meiner Lieblingsverlage ihre Bücherstände. Wenn man in die Hallen geht, taucht man wie in eine andere Welt ein, man schnuppert geradezu den Duft der Bücher. Einziges Manko, die Hallen sind oft überfüllt und stickig, aber im Vergleich zu letztem Jahr hielt es sich dieses Jahr noch in Grenzen. Man braucht halt Geduld und Durchhaltevermögen.

Am Droemer Knaur Stand traf ich Susanna Ernst, eine liebe Buchautorin, die ich auf (fast) jeder Buchmesse sehe. Wir begrüßten uns herzlich und plauderten etwas. Sie lud mich zur ihrer Lesung ein, die im Innenhof der Messe stattfand, im sogenannten Leserondell. Dort las sie aus ihrem Buch "nur einen Traum entfernt" vor, sozusagen eine Open Air Lesung. Leider hielt sich das Wetter in Grenzen, es nieselte immer wieder mal, blieb aber zum Glück weitestgehend trocken. Nach Susannas Lesung ließ ich mich mit einem Vampir fotografieren :-) Überhaupt sieht man auf der Buchmesse die buntesten und fantasievollsten Kostüme, auch das gehört zur Messe.

Einige Autoren, auf die ich mich gefreut hatte, mußten leider wegen Erkrankung absagen, so z.B. Adriana Popescu. Das war schade.

Am Droemer Knaur Stand hörte ich dann noch einem Interview mit Iny Lorentzen zu.

Ich sah auch Sebastian Fitzek, der eine Signierstunde machte, aber die Schlange war mir zu lang um mich anzustellen. Ähnlich war es auch bei Cecilia Ahern. Aber zumindestens konnte ich Bilder machen.

Den Rest des Samstages auf der Messe verbrachte ich dann mit Stöbern an den Ständen, um zu sehen, was es Neues gibt auf dem Buchmarkt.

So klang der Tag langsam aus und ich freute mich schon auf den


Sonntag, der 2. Buchmessetag

Das Schöne am Sonntag ist immer, dass dann der Buchverkauf stattfindet, d.h. dann werden die Bücher auch verkauft, was am Samstag nicht oder nur bedingt möglich ist. Ich hatte kein sehr großes Budget geplant für Bücher, konnte aber trotzdem einige Exemplare mitnehmen von Büchern, die mich interessierten. Auch kleine Geschenke wie Kugelschreiber und Flyer erfreuten mich.

Am BOD Stand hörte ich einem Interview mit Katrin Koppold und Laura Newman zu. Katrin begrüßte ich auch anschließend herzlich, wir kennen uns etwas, seit ich mal ein Interview mit ihr machte. Aber auch mit Laura wechselte ich einige nette Worte. Die meisten Autoren sind immer sehr nett und herzlich.

Leider traf ich nicht alle Autoren, die ich treffen wollte, denn in dem großen Getümmel verliert man doch schnell den Überblick. Ich hätte mich gefreut, Carina Müller und Michaela Gruenig, zwei Autorinnen, die ich auch sehr schätze, zu begrüßen, aber ich konnte sie nicht entdecken. Schade.

Ich schlenderte dann noch durch die Hallen und schaute mir die vielen Bücher an.

Am Nachmittag hörte ich einer Lesung von Alexa Henning von Lange zu, die  ein Kinderbuch geschrieben hat.

Anschließend bummelte ich weiterhin durch die Hallen.

Und dann war die Messe auch schon zu Ende, es kam eine Durchsage, dass die Messe nun endet. Und auf einmal wurden die Regale leergeräumt, es leerte sich und der ganze Messeflair löste sich allmählich auf.

Aber gegen den Messeblues hilft immer die Vorfreude auf die nächste Buchmesse, die dann in Leipzig sein wird.

Tschüß Buchmesse Frankfurt und bis bald, Buchmesse Leipzig!


Hier ein paar Fotoeindrücke: