Sonntag, 1. Juni 2014

Interview mit der Buchautorin Tanja Bern

Ein neues Autoreninterview. :-)

Diesmal stand mir die sehr sympathische Buchautorin Tanja Bern aus Gelsenkirchen Rede und Antwort


- Tanja, was bedeuten Dir persönlich Bücher?

Bücher sind von Kindheit an ein wichtiger Teil in meinem Leben. Ich gehe damit in andere Welten und verberge mich ein wenig vor dem Alltag. Dort kann ich mit den Protagonisten Abenteuer erleben, empfinde sie manchmal als Freunde, leide und lache mit ihnen. Seit ich selber schreibe, ist das Lesen anderer Bücher ein wenig eingeschränkt, weil ich mich sehr auf meine Manuskripte konzentrieren muss. Ich versuche aber trotzdem immer irgendwie zwischendurch etwas von anderen Autoren zu lesen, ich brauche das einfach. 


- Kannst Du Dich noch an Dein allererstes Buch erinnern?

Hm, meine Mutter hat mir natürlich sehr viel vorgelesen und ich habe mir mit etwa 5 Jahren das Lesen dann selbst beigebracht. Aber welches speziell das erste Buch war, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Ich kann aber sagen, dass das Buch „Drachenfeuer“ von Wolfgang und Heike Hohlbein mich als Jugendliche so beeindruckt hat, dass ich später selbst begann zu schreiben. Generell liebte ich schon immer diese Art Fantasy. 


- Wann und wo liest Du am liebsten?

Ich lese überall und immer dann, wenn mir ein Fitzel Freizeit bleibt. Meine eigenen Manuskripte lese und überarbeite ich natürlich auch in meiner Arbeitszeit. Ich schmökere auf der Couch, im Bett, am Küchentisch, im Garten, am Strand …
Mir ist an für sich egal, wo ich lese, wichtiger ist das, was ich lese. Wenn mich ein Buch fesselt, kann ich auch in einer überfüllten Straßenbahn lesen. Am Häufigsten lese ich aber im Wohnzimmer auf der gemütlichen Couch. 


- Magst Du lieber Bücher aus Papier oder E-Books? Wo siehst Du jeweils die Vor- bzw. Nachteile?

Ich habe mich in beide Arten verliebt, lese Bücher genauso wie eBooks. Bei Büchern hat man natürlich etwas Besonderes, es fühlt sich an, als hätte man diese Welt für sich allein in den Händen. Mit meinem Tablet kann ich auch im Dunkeln lesen, habe mehrere Bücher bei mir, kann mir die Schriftgröße aussuchen und vor allem kann ich ein Buch, wenn ich es gefunden habe, sofort lesen nach dem Kauf. Vor allem das Letzte ist sehr praktisch, finde ich.
Nachteile sehe ich bei einem Buch nur, wenn man einen Riesenschinken liest. Ich liebe zum Beispiel die Highland-Saga von Diana Gabaldon, aber ihre Bücher sind superdick und superschwer, die habe ich jetzt auf dem Reader. Und bei eBooks hat man natürlich nur eine Datei, man kann es nicht berühren und auch nicht signieren lassen.
Ich arbeite ja auch mit beiden Medien, habe Taschenbücher und eBooks veröffentlicht und sehe beides als gleichwertig an. Nur bei meinem eBook „Nah bei mir“ hätte ich später wirklich gerne mal ein Taschenbuch, weil diese Geschichte für mich etwas Besonderes ist. Ich würde das Buch dann wohl oft nah bei mir haben.


- Hast Du ein Lieblingsbuch (oder auch mehrere?)

Das wechselt immer. Damals haben mich, wie schon erwähnt, die Jugendbücher der Hohlbeins sehr inspiriert, aber auch die Shannara-Saga von Terry Brooks, sowie die Serie „Das Geheimnis der großen Schwerter“ von Tad Williams. In jüngster Zeit haben mich „Morgentau“ von Jennifer Wolf und „Meeresblau“ von Britta Strauß sehr berührt. Im Gay-Genre hat mich „Sehnsucht nach uns“ von Isabel Shtar sehr beeindruckt, einfach weil es so tiefgründig und trotzdem so unglaublich humorvoll war. Diese Bücher habe ich wirklich genossen. Es gäbe da aber noch viel mehr aufzuzählen. 


- Wie sieht Dein Bücherregal aus, welche Genres sind da zu finden?

Hauptsächlich Fantasy in allen Richtungen, aber auch Gay-Romance und Mangas. Ich mag auch Tierromane wie „Bob der Streuner“. 


- Was liebst Du am Schreiben?

Wenn ich schreibe, verwandele ich mich fast immer innerlich in die jeweilige Figur und fühle alles mit. Das ist manchmal nicht einfach, lässt mich aber auch tief eintauchen in deren Gedanken- und Gefühlswelten. Ich mag dieses Schlüpfen in andere Rollen, dieses Abtauchen in andere Welten. Hier kann ich Abenteuer erleben, obwohl ich am PC sitze. Hier kann ich die Sonne scheinen lassen, obwohl es regnet. Hier kann ich in einem tiefen Wald sein, obwohl ich im Wohnzimmer sitze … Ich liebe es einfach, das Schreiben gehört zu mir, und ich könnte nie wieder davon lassen.


 Vielen Dank, liebe Tanja :-)

Nähere Infomationen über Tanja sind auf Ihrer Webseite zu finden

www.tanja-bern.de


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