Samstag, 12. Januar 2019

Winterblogtour von Tanja Bern - Mein Beitrag


Ich freue mich, dass ich bei der Blogtour von Tanja Bern heute am Start bin.



Zu Anfang möchte ich jedoch die Termine auflisten der anderen Blogtourteilnehmer:

3. Januar: Der silberne Flügel von https://bambinis-buecherzauber.de/
4. Januar: Ruf der Geister bei Katharina von https://aretis-yunikas-buecherwelt.de/
5. Januar: Fluchjuwel bei Nina von https://blog-a-holic.de/
6. Januar: Schattenhauch bei Sarah-Jane von http://janes-kleine-ecke.de/
7. Januar: Nah bei mir bei Saskia von https://b-m.facebook.com/SassesReichderBuecher/
8. Januar: Flüstern der Ewigkeit bei Doris von https://xn--thorasbcherecke-5vb.net/
9. Januar: Falling Farbenzauber bei Desiree von https://romanticbookfan.de/
10. Januar: Die Töchter von Tarlington Manor bei Monika von https://suechtignachbuechern.de/
11. Januar: Distant Shore bei Mareike von https://charmingbooks.de/
12. Januar: Das Geheimnis der schwedischen Briefe bei Karina von https://karinasschreibstuebchen.blogspot.com/
13. Januar: Galway Girls bei Sunniy von https://buecherhummel.de/
14. Januar: Am weißen Strand bei Diana von https://abendsternchensbuntewelt.de/
Gewinnspielteilname bis zum 14. Januar 23.59Uhr auf allen Blogs möglich!


Bei meinem Beitrag geht es heute um das Thema Liebesbriefe und gleichzeitig möchte ich das Buch „Das  Geheimnis der schwedischen Briefe“ von Tanja Bern vorstellen, in dem auch ein Liebesbrief eine zentrale Rolle spielt.

Damit es eine kleine Einstimmung auf Schweden gibt, kommt hier erstmal ein schönes Schwedenbild:






Bevor ich das Buch vorstelle, möchte ich aber erstmal mit einem Liebesbrief an das Buch beginnen:








Liebes Buch,

Du hast einen besonderen Platz in meinem Herzen erobert. Deine Geschichte hat mich regelrecht verzaubert und mich in zwei verschiedene Welten mitgenommen, Vergangenheit und Gegenwart. Ich liebe Bücher, die mich packen, die mich zum Lachen, Weinen oder Nachdenken bringen, und ich finde, all das vereinst Du, liebes Buch. Bislang gibt es Dich leider nur als Ebook, aber ich würde mich sehr freuen, Dich auch als Printausgabe in den Händen zu halten.

Ich hoffe, Du verzauberst noch viele andere Leser, denn Deine Geschichte die Du erzählst, ist absolut lesenswert!

In Liebe

Karina








Nachdem ich nun so begeistert schwärme von dem Buch, möchte ich es hier näher vorstellen. Das Buch heißt wie bereits erwähnt "Das Geheimnis der schwedischen Briefe"

Zum Inhalt



Die junge Emilia aus Berlin hängt sehr an ihrer Urgroßmutter Johanna. Als Johanna erkrankt, ist es für Emilia selbstverständlich, sich um die alte Dame zu kümmern. Dabei erzählt ihr Johanna ein Geheimnis aus der Zeit, als sie noch jung war. In den Wirren des 2. Weltkrieges lernt sie den verletzten Soldaten Curt kennen und nimmt ihn mit ihrer Familie zu Hause auf. Sie verliebt sich in Curt, aber der Krieg zeigt seine schlimme Seite und Johanna verliert Vieles was ihr lieb und wert ist. Als sie vor der Roten Armee flüchten müssen, steht Curt ihr schützend zur Seite ...

In der Gegenwart spürt Johanna, dass es mit ihr zu Ende geht. Sie bittet ihre Urenkelin, einen ganz besonderen Brief, der vor Jahrzehnten geschrieben, aber nie abgeschickt wurde, endlich zu überbringen. Emilia reist nach Schweden, wo sie auch den Pensionsbesitzer Lars kennenlernt. Wird Emilia Johannas Brief überbringen können? Und was hat Lars damit zu tun? Das könnt Ihr in dem schönen Buch nachlesen!


Meine Meinung

Dieses Buch ist eins meiner Lieblingsbücher von Tanja Bern. Ich habe das Buch sogar zweimal gelesen, und mir hat es beim zweiten Mal genauso gut gefallen wie beim ersten Mal. Da ich selber in Berlin lebe, hat es mich natürlich besonders gefreut, dass das Buch teilweise in Berlin spielt! Und ich spiele sogar eine kleine Rolle in dem Buch :-)

Emilia, Johanna, Curt und Lars sind Protagonisten, die mir allesamt sehr sympathisch sind. Rührend finde ich, wie liebevoll Emilia sich um ihre Urgroßmutter kümmert. Und es wird eben deutlich: Eine große Liebe überdauert jede Zeitepoche, jedes Alter, denn Johanna hat ihren Curt nie vergessen!

Besonders gut hat mir wieder Tanjas Schreibstil gefallen, er ist immer sehr bildhaft geschrieben. Ich kam sofort rein in die Geschichte und fand sie bis zum Schluß spannend geschrieben.



Hier ein Bild von dem schönen Buchcover:










Und so stelle ich mir die Pension von Lars in Schweden vor:














Als kleines Bonbon zum Abschluß gibt es hier noch ein paar Ausschnitte aus Liebesbriefen berühmter Persönlichkeiten:












Das hier schrieb der Musiker Jonny Cash an seine Frau June:


"Wir werden alt und gewöhnen uns aneinander. Wir denken gleich. Wir lesen unsere Gedanken. Wir wissen, was der andere will, ohne zu fragen. Manchmal ärgern wir einander ein wenig. Vielleicht nehmen wir uns manchmal als selbstverständlich. Aber immer mal wieder, wie heute, denke ich darüber nach und begreife, wie glücklich ich mich schätzen kann, mein Leben mit der tollsten Frau zu teilen, die ich je kennengelernt habe."




Dieser Brief hier ist von Heinrich VII an seine Geliebte Anne

"Ich flehe ausdrücklich darum, deine Absicht zu erfahren, die Liebe zwischen uns zu berühren. Die Notwendigkeit zwingt mich dazu, diese Antwort zu bekommen, nach mehr als einem Jahr der Verwundung durch den Pfeil der Liebe, und noch nicht sicher, ob ich einen Platz in deiner Zuneigung finde oder daran scheitere."


Auch ein schöner Liebesbrief von Napoleon an Josephine:

"Seit ich fortgegangen bin, bin ich durchgehend niedergeschlagen. Mein Glück ist es, dir nahe zu sein. Unaufhörlich durchlebe ich in meiner Erinnerung deine Liebkosungen, deine Tränen, deine liebevolle Besorgtheit. Die Reize der unvergleichlichen Josephine nähren immerzu ein Brennen und eine glühende Flamme in meinem Herzen."


Johann Wolfgang von Goethe schrieb nicht nur Gedichte, sondern auch Liebesbriefe an seine Geliebte Charlotte von Stein:

Die süßen Worte, mit denen du mich verwöhnst - ach! Mehr wollt' ich nicht, sogar Dein Lispeln würde mitlesen, mit dem Du mir leise das Lieblichste in die Seele ergossen hast."



Und somit komme ich nun zur Gewinnspielfrage:


Was haltet Ihr selber von Liebesbriefen? Sind handgeschriebene Liebesbriefe für Euch in digitalen Zeiten noch standardgemäß?


Mit Eurer Antwort könnt Ihr Euch ein Los für die Gewinnauslosung am Ende der Blogtour verdienen. Ich wünsche Euch viel Glück!






Die Teilnahmebedingungen:




Das Gewinnspiel läuft vom 03.01.2019 bis zum 14.01.2019 um 23:59 Uhr. Jede beantwortete Frage während der Blogtour bringt euch ein Los, das am Ende in den Lostopf kommt. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten. Der Gewinner erklärt sich bereit, öffentlich genannt zu werden, und dass seine Daten dem Autor/Verlag zwecks Gewinnversand übermittelt werden. Die Daten werden nicht gespeichert und nach der Übermittlung an den Verlag gelöscht. Es besteht keine Haftung für den Postversand. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Versand des postalischen Gewinns kann nur innerhalb von Deutschland, Österreich oder Schweiz erfolgen. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt innerhalb von zwei Tagen nach Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs. Im Gewinnfall müsst ihr euch innerhalb von 3 Tagen nach Bekanntgabe der Gewinner per Email melden → tanja.bern2@gmail.com



Donnerstag, 3. Januar 2019

Buchrenzension zu 100 Frauen schreiben Briefe

Buchrezension zu 100 Frauen schreiben Briefe an das Leben



Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und mich auch bewegt.

In diesem Buch schreiben 100 Frauen Briefe an ihr Leben. Es sind Frauen wie Du und ich, im Alter zwischen 18 und 80, die unterschiedliche Schicksale erlebt haben, Krankheitsfälle, Todesfälle, Trennungen, Umzüge, berufliche Veränderungen usw... All diese Erlebnisse haben die Frauen geprägt, aber sie haben wieder zurück ins Leben gefunden.
Viele sind aus ihren Schicksalsschlägen mit neuer Kraft hervorgekommen und können das Leben wieder genießen. Was ging und geht jedoch in diesen Frauen vor? Das haben 100 Frauen in ihren Briefen zusammengefasst.

Das Buch macht Frauen Mut, die ähnliches erlebt haben oder einfach neue Inspirationen brauchen. Es ist kein Buch was runterzieht, sondern was Mut macht, da die Frauen sehr offen schreiben. Und obwohl man sie nicht persönlich kennt, fühlt man sich ihnen sehr nahe.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Auch das Cover finde ich sehr schön!


Mit dem Erlös des Buches wird ein Frauenhausprojekt unterstützt.

100 Frauen schreiben Briefe an das Leben - Verena Nickl, Ina Nordmann

Sonntag, 30. September 2018

Buchrezension zu Knastfrauen von Tilmann Schäfer

Zugegeben, ein Gefängnis ist wohl ein Ort, an dem keiner von uns gerne sein möchte, und doch gibt es viele Tausende Inhaftierte in Deutschland. Prozentual liegt der Männeranteil hierbei höher, aber auch viele Frauen sind inhaftiert.  Doch wie leben die Frauen hinter Gittern? Was beschäftigt sie und wie beschäftigen sie sich? Sind wirkliche alle Frauen böse, die im Gefängnis sind? Was haben sie für Gedanken und Gefühle?

Einer der es weiß ist es der Arbeitstherapeut Tilmann Schäfer. Er war jahrelang in einem Frauengefängnis beschäftigt  und hatte für die Frauen stets ein offenes Ohr. Nun erzählt er in dem Buch von einer Welt, die die wenigsten von uns näher  kennen.  Wie ist es wenn plötzlich die Freiheit entzogen wird. wie lebt es sich im Gefängnis, welches viele  der Frauen für viele Jahre nicht mehr verlassen dürfen. Wie sieht der Alltag im Gefängnis aus, wie gehen die Frauen miteinander um?

Tilmann Schäfer nimmt uns in dem spannenden Buch mit in die Welt hinter Gittern. Er erzählt informativ wie das Leben im Gefängnis ist und sich gestaltet.  Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt. Im Kapitel "Erster Tag" berichtet er z.B. wie es ist wenn eine Inhaftiere im Gefängnis ankommt und wie sich die ersten Tag anfühlen für die Frauen.  Schritt für Schritt nimmt er uns dann immer tiefer mit in die Welt hinter Gittern.  Der Leser lernt somit nicht nur organisatorische Aspekte kennen, wie eine Gefängniszelle aufgebaut ist, wie und wo die Frauen einkaufen, was sie für Arbeitsmöglichkeiten haben usw..  Man erfährt auch das eine oder andere Schicksal einer Inhaftierten, was passiert ist, warum sie im Gefängnis sitzt und  wie sie damit umgeht.  Da jede Frau anders ist, geht auch jede anders um mit ihrem Schicksal.

Aber Tilmann Schäfer ist für sie ein Ansprechpartner, eine Stütze im harten Gefängnisalltag. Und durch dieses Buch erfährt man eben auch als Außenstehender, wie das Leben im Gefängnis wirklich ist und wie dankbar wir sein können, unsere Freiheit zu haben!

Mir hat der Schreibstil des Autors sehr gefallen, er schreibt packend und informativ.

Das Cover wirkt geheimnisvoll, ich finde es aber passend gestaltet.

Nach der Lektüre dieses Buches weiß ich meine Freiheit einmal mehr zu schätzen, gleichzeitig wurde mir aber auch klar, auch Frauen im Gefängnis sind - keine Frage- Menschen mit Gefühlen, auch wenn sie teilweise schlimme Vebrechen begangen haben.

Mir hat das Buch gut gefallen! Es stimmt nachdenklich.




Interview mit der Buchautorin Moe Teratos

Zugegeben, die Bücher von Moe Teratos sind anders als andere. Moe schreibt Horrorgeschichten, die, wie es in einer Rezension mal stand, nichts für "Weicheier" sind. Aber ich habe im Interview eine sehr nette Autorin kennengelernt, die sehr direkt aber auch sympathisch rüberkommt. 



1.) Moe, vielen Dank, dass wir ein Interview machen können. Als erstes natürlich die Klassikerfrage: Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
 
Das ist wirklich eine Klassikerfrage und ich beantworte sie immer wieder gern, weil bei mir die romantische Vorstellung eines Lesers, ich hätte vielleicht schon in jungen Jahren die ersten Zeilen zu Papier gebracht, nicht zutreffen.
Bei mir lief es etwas anders. 2012 wurde die Wohnung unter uns erst ein halbes Jahr lang kernsaniert, dann zog ein Pärchen ein, das noch über ein Jahr Renovierungsarbeiten hinterherschob. Auch nachts. Unglaublich, ist aber so. Irgendwann lagen meine Nerven so blank, weil ich kaum noch Schlaf bekam, dass ich runtergehen und die beiden umbringen wollte. Da ich aber nicht im Knast landen wollte, setzte ich mich an den Rechner und brachte stellvertretend für die Nachbarn erfundene Charaktere um. Das hat mir so gutgetan und kam so gut an, dass ich dabeigeblieben bin ;).
 

2.) Was war Dein erster Roman?
 
Mein erster Roman war: Geständnis – Warum ich töte. Genau da drin kann man die ganze Wut lesen, die ich auf meine Nachbarn hatte.
 

3.) Woher nimmst Du die Ideen für Deine Geschichten?
 
Auch eine Klassikerfrage und ich kann sie nur so beantworten: Sie sind einfach da. Sie schwirren in meinem Kopf herum. Überfallen mich bei den alltäglichsten Dingen und werden dann notiert.
 

4.)  Schreibst Du nur Horrorgeschichten oder auch andere Genres?
 
Ich bewege mich im Horror- und Thrillerbereich. Da fühle ich mich einfach am wohlsten. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, etwas anderes zu schreiben. Schon gar nicht einen Liebesroman! Dazu bin ich einfach nicht in der Lage.
Am ehesten würde ich mich wahrscheinlich noch an Sci-Fi wagen.
 

5.)  Deine Bücher sind ja sagen wir mal sehr speziell. Bekommst Du auch mal negatives Feedback und wenn ja wie gehst Du damit um?
 
Oh ja, natürlich bekomme ich negatives Feedback. Das, was meinen Schreibstil betrifft, stecke ich ganz gut weg. Denn das ist Geschmackssache, genauso, was die Geschichte an sich angeht. Da kann und darf gern jeder seine eigene Meinung haben.
Wenn ich aber persönlich angegriffen werde, trifft es mich im ersten Moment, kann danach aber meist drüber lachen. Meistens wird mir gesagt, ich wäre krank, eine Psychopathin und gehöre in die Klapse. Aber ich weiß ja, dass dem nicht so ist und kann – auch wenn ich mich kurz über solche Aussagen ärgere – gut damit Leben.
 

6.) Liest Du selber auch gerne und wenn ja was?
 
Ich lese sehr gern. Am liebsten genau die Genres, in denen ich selbst unterwegs bin. Harter Thrill und blutiger Horror, aber auch sehr gern Dystopien, gehen halt immer ;).
 

7.)  Was sind Deine nächsten Projekte in Sachen Schreiben?
 
Gerade überarbeite ich den nächsten Serienkiller-Thriller für Redrum Books. Danach werde ich mich an den 6. Teil der Ratz-Reihe machen.



Vielen Dank, liebe Moe!


Die Autorin:


Samstag, 18. August 2018

Rezension zu Die Töchter von Tarlington Manor von Tanja Bern


Tanja Bern ist eine meiner Lieblingsautorinnen. So habe ich mich sehr gefreut, wieder etwas Neues von ihr zu lesen. Diesmal eine Geschichte, die in Gegenwart und Vergangenheit spielt.

Zum Inhalt

Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeitepochen. In der Gegenwart ist die junge Casey die Protagonistin. Ihr Großvater erzählt ihr von einem alten Familientagebuch, welches von einer jungen Frau namens Aeryn vor langer Zeit verfasst wurde und sich mittlerweile in einem Museum befindet. Auf eine Art und Weise, die sie sich selber nicht erklären kann, ist Casey davon fasziniert und als sie die Gelegenheit bekommt, in dem Tagebuch zu lesen, wird ihr klar, sie muss nach Irland reisen um sich auf die Spurensuche Aeryn betreffend zu machen.
Bei den Passagen, wo Casey in dem Tagebuch liest, wechselt das Buch in die Vergangenheit, und wir lernen die junge rotgelockte Aeryn immer besser kennen, welche in Armut lebt und kein leichtes Leben führt, zumal sie und ihr Land von einer großen Hungersnot betroffen sind. Doch dann trifft sie auf Padraig, einen reichen Erben, und sie verliebt sich in ihn. Kann er ihr aus der Armut helfen? Und was erlebt Casey auf ihrer Irlandreise? Das könnt Ihr in dem sehr schön geschriebenen Buch nachlesen.


Meine Meinung
Dieses Buch hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Die Hauptdarsteller kommen sehr sympathisch rüber (bis auf einen Mann namens Jim) und gerade mit Aeryn konnte ich sehr mitfühlen. Wie schwer es für die junge Frau gewesen sein muss in bitterer Armut aufzuwachsen, kaum Kleidung zu besitzen und hungern zu müssen. Und trotzdem bleibt sie tapfer und verliebt sich schließlich.
Die Schreibweise ist sehr bildhaft geschrieben, das hat mir besonders gut gefallen, ich konnte richtig eintauchen in diese Geschichte.
Das Cover finde ich sehr schön, alleine das Cover macht schon Lust das Buch zu lesen!




Montag, 7. Mai 2018

Buchrezension zu "Verkaufe Brautkleid, ungetragen" von Hannah Winkler



Mir fiel bei Anzeigen in letzter Zeit öfters auf, dass soviele Brautkleider verkauft werden. Meist denkt man ja, dass die Frauen ihr Kleid bei der Hochzeit getragen haben und danach einfach wieder verkaufen wollen. Aber oftmals steht in diesen Anzeigen auch, dass das Brautkleid ungetragen ist und ich habe mich dann manches Mal gefragt, warum ein Kleid ungetragen ist.... Was ist passiert, dass diese Kleider nie zum Einsatz kamen?

Dieser Frage ging auch die Neuautorin Hannah Winkler nach und schrieb ein Buch über dieses Thema. Sie recherchierte und traf auf sehr viele Frauen die bereit waren, Hannah ihre Geschichte zu erzählen. Die bewegendsten Geschichten hat sie in ihrem wirklich sehr schönen Buch versammelt.

Da gibt es z.B. die Geschichte von Kerstin, die immer wenn sie ein Brautkleid anprobiert mit Schwindelattacken zu tun hat bis sie selber herausfindet woran das liegt...

Oder die Story Lilly deren Beziehung vor der Hochzeit leider zerbricht.

Aber auch ihre eigenen - zum Glück positiven - Erfahrungen zum Thema Hochzeit hat Hannah in diesem Buch eingearbeitet. Und trotz der bewegenden Geschichten ist es kein trauriges Buch, es stimmt nachdenklich, aber viele der Frauen haben trotzdem den Glauben an die Liebe nicht verloren.

Mir gefällt auch Hannahs Schreibstil gut, man merkt beim Lesen, dass sie mit den Frauen sehr mitgefühlt hat.


Auch das Cover mit der Zeichnung finde ich gelungen... Ein besonderer Clou sind auch die gezeichneten Brautkleider im Buch.

Ein wirklich schönes Debüt von der Autorin, von der man hoffentlich noch mehr lesen wird ...



Interview mit der Buchautorin Hannah Winkler


Ich interviewe auch gerne Autoren, die mit ihrem Buch ein Debüt feiern. So bei Hannah Winkler, die ein Buch über ein interessantes Thema geschrieben hat, über Frauen, die ihr Hochzeitskleid verkaufen, weil es nie zu einer Hochzeit kam. Hannah hat mehrere dieser Frauen ihre Geschichte erzählen lassen, was Ihr in dem Buch "Verkaufe Brautkleid ungetragen" nachlesen könnt.

Eine Rezension findet Ihr auch auf meinem Blog.

1.) Liebe Hannah, wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Buch über Frauen zu schreiben, die ihr Hochzeitskleid abgeben?

Kurz nachdem ich selbst einen Heiratsantrag bekommen habe, habe ich mich auf die Suche nach einem Brautkleid gemacht. Anders als viele andere Frauen, habe ich zunächst das Internet nach meinem Traumkleid durchforstet. Irgendwann bin ich auch an den gängigen Kleinanzeigen-Portalen gelandet. Und was ich da entdeckt habe, hat mich nicht mehr losgelassen: Unzählige ungetragene Brautkleider werden hier zum Verkauf angeboten. Nur einige wenige Anzeigen haben verraten, warum das Kleid ungetragen ist. Also habe ich beschlossen, einfach mal nachzufragen.


2.) War die Recherche schwer oder hast Du gleich viele Frauen gefunden, die bereit waren ihre Geschichte zu erzählen?

Erstaunlicherweise haben viele Frauen sehr offen und freudig auf meine Anfrage reagiert. Einige haben mir sofort ihre komplette Brautkleid-Geschichte geschrieben, andere haben mit mir am Telefon geweint. Eine Frau meinte im Anschluss an unser Gespräch, dass das wie eine Therapie für sie gewesen sei. Das hat mich sehr berührt und natürlich mir Mut gemacht, weiter zu machen mit meinem Projekt.

3.) Gab es eine oder mehrere Geschichten die Dich besonders bewegt oder berührt haben?

Jede Geschichte hat mich auf ihre eigene Art berührt, ganz gleich, ob sie traurig, lustig oder mit glücklichem Ende waren. Da es sich bei einer Hochzeit um einen sehr intimen Moment handelt und das Brautkleid ein Kleidungsstück der Emotionen ist, bin ich den Frauen natürlich sehr nahe gekommen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber die Geschichte von Kerstin. Die junge Frau wurde nicht verlassen, ihre Hochzeit ist auch nicht geplatzt. Im Gegenteil: Sie ist heute glückliche Ehefrau und Mutter. Doch als sie gerade dabei war, ihre Hochzeit zu planen, hat ein Trauma aus ihrer Kindheit ihre Kleidersuche komplett durcheinander gebracht. Ich verrate nur so viel: Immer, wenn sie ein Kleid angezogen hat, ist sie kollabiert, ihr Kreislauf ist zusammengebrochen. Ihr war lange unklar, was dahinter stecken könnte. Doch irgendwann hat sie den Grund und eine Lösung für ihr "Problem" gefunden.

4.) Ist dies Dein erstes Buch oder hast Du schon vorher etwas veröffentlicht?

"Verkaufe Brautkleid, ungetragen" ist mein erstes Buch. Ich habe 1,5 Jahre und jede Menge Herzblut in dieses Projekt investiert. Daher ist es besonders aufregend, das Buch jetzt endlich in den Händen zu halten.

5.) Was gefällt Dir am Schreiben?

Für mich ist das Schreiben ein kreativer Prozess und eine Möglichkeit, meine Gedanken "auf Papier" zu bringen. Allerdings fiel mir das Schreiben des Buches nicht immer leicht. Ich gebe ja auch ziemlich viel von mir privat preis und da musste ich schon immer mal wieder ausblenden, dass das irgendwann mal jemand lesen könnte.


6.) Was sind Deine nächsten Projekte oder Pläne?

Konkrete Pläne gibt es nicht. Ich lasse das Leben immer gerne auf mich zukommen, vertraue dem Universum und mache einfach all das, was mich glücklich macht.

7.) Liest Du selber auch und wenn ja was liest Du gerne?

Früher habe ich auf jeden Fall mehr gelesen als heute. Die Bücher von Daniel Glattauer "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" habe ich verschlungen. Die Bücher sind einfach unglaublich poetisch geschrieben. Generell mag ich Bücher, die ein gutes Gefühl hinterlassen.



Die Autorin




Hannahs Buch






Meine Rezension: 
Verkaufe Brautkleid, ungetragen